Deutscher Jazz-Award

Gold-fuer-Wolfgang-Haffner-zum-50sten_teaser_700xSeit 1992 wird jährlich der deutsche Jazz-Award verliehen. Der Award ist eine Auszeichnung, die von der Musikindustrie in das Leben gerufen worden ist. Der deutsche Jazz-Award ist auch bekannt als Albert Mangelsdorff-Preis und ist neben dem Hans Koller Preis einer der wichtigsten und begehrtesten Auszeichnungen in der Jazzszene.

Ausgezeichnet werden Musiker und Musikerinnen, die in Deutschland Jazztonträger verkauft haben. Unabhängig davon, ob diese als Single oder Album geschah. Ein wichtiges Kriterium bei der Vergabe des Jazz-Awards ist die Anzahl an verkauften Aufnahmen. Bei 10.000 Tonträgern wird der goldene Award verliehen und bei 20.000 ist dieser in Platin erhältlich.

Richtlinien für die Verleihung des Jazz-Awards

Bevor der Award verliehen wird, gilt es das eigens aufgestellte Regelwerk einzuhalten. Im ersten Schritt entscheidet der Vorstand der Jazz & Worldpartners e.V., ob es sich bei dem vorgeschlagenen Tonträger tatsächlich um Jazz-Repertoire handelt. Innerhalb von 10 Tagen nach dem Erhalt sämtlicher Meldungen hat jedes Vorstandsmitglied die Möglichkeit, seine Bedenken bezüglich der Zuordnung gegenüber der Verbandsgeschäftsstelle schriftlich mitzuteilen. Wird keine Reaktion verzeichnet, gilt das Werk des Musikers als dem Jazz zugehörig anerkannt.

Im folgenden Schritt werden sämtliche verkaufszahlen eines Album oder Singles zusammen gezählt. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese als CD, LP oder in anderer Weise als Tonträger vermarktet wurde. Zu beachten gilt, dass für den deutschen Jazzaward ausschließlich die verkauften Tonträger in Deutschland zählen.

Die Verleihung des Awards wird von den Schallplattenfirmen durchgeführt. durch die eine Meldung an den Bundesverband der Musikindustrie erfolgt. In der Geschäftsstelle des Bundesverbandes ist eine Liste vorhanden, in der alle bestätigte Musiker eingetragen sind.

Die Verleihung wird im halbjährlichen Rhythmus bekannt gegeben.

Kontrolle der Verkaufszahlen und Richtlinien

Über die Einhaltung der vorgegebenen Richtlinien entscheidet ein Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater der betreffenden Firma. Der Prüfer, bzw. Berater, bestätigt anhand von geeigneten Unterlagen, ob die Verkaufszahlen erreicht worden sind. Zu den geeigneten Unterlagen zählen zum Beispiel Abrechnungen der GEMA.