Konkurrenz aus Berlin für die Kölner Jazzszene

Neben Köln ist auch Essen in Nordrhein-Westfalen eine der Städte mit den größten Jazzbühnen und dem größten Publikum. Auch wenn Berlin eher für die Technomusik bekannt ist, gibt es dort einige, die sich sehr für Jazz interessieren. Um der Nachfrage gerecht zu werden, gibt es nun für die Kölner Konkurrenz aus Berlin. Ein ganzer “Jazz-Tempel” soll neu entstehen und Berlin damit schlagartig populärer werden.
Direkt am Fluss Spree gelegen, und damit in bester Lage, soll das derzeitige Gebäude saniert werden. Anschließend soll der neue Tempel Jazz-Fans aus ganz Europa anlocken. Ob das gelingt, wird die Zukunft zeigen. Doch bis der Umbau fertig ist, wird noch eine ganze Weile vergehen. Wie die Erfahrungen mit anderen Großprojekten aus der Hauptstadt zeigen, kann man sich auch nicht immer auf das geplante Eröffnungsdatum verlassen.
Wenn der neue Tempel jedoch fertiggestellt wird, soll daraus ein Paradies für die Jazz-Musik entstehen. Mehrere Bühnen, mehrere Studios, eine Akademie und natürlich ein eigenes Orchester werden in Zukunft dort beheimatet sein.
House on JazzFinanziert werden soll das Projekt mit Mitteln vom Bund, Berlin und freiwilligen Spendern, die sich für die Jazz-Szene in Berlin begeistern und daher sehr gerne dazu bereit sind, einen Teil ihrer Ersparnisse der Kultur zur Verfügung zu stehen. Langfristig werden die Umsätze durch die Kartenverkäufe sowie Souvenirs eingefahren werden. So sieht sich Berlin auf sicherer Seite und geht daher dann aus, dass das “House auf Jazz” lange bestehen kann. Erst einmal muss der Jazz-Tempel jedoch beweisen, ob er die gesetzten Ziele auch erreichen kann. Über die Zeit hinweg wird man dann sehen, ob auch internationales Publikum aus aller Welt angelockt werden kann. Bis das soweit ist, können aber noch einige Jahre vergehen. Bis dahin wird die Jazz-Szene aus Köln gespannt nach Berlin schauen um zu gucken, ob man aus der Hauptstadt noch etwas lernen kann. Welche Stadt sich dann langfristig als Jazz-Hauptstadt in Deutschland etabliert, bleibt daher spannend.