Wie verhalte ich mich auf einem Jazzkonzert?

Die meisten haben Bilder in Erinnerung, durch eigene Erfahrungen oder Erzählungen, wie zum Beispiel ein typisches Rock- oder Popkonzert verläuft. Beim Jazz ist es irgendwie anders und dennoch sehr ähnlich.

Steht der erste Besuch eines Jazzkonzertes an, sind sich erst einmal viele unsicher, wie sie sich dabei überhaupt richtig Verhalten sollen. Wenn ein paar wenige Punkte beachtet werden, kann das Konzert eine schöne Erfahrung werden.

Applaudieren und Klatschen

RiG7apBiLMit dem Applaus und dem Klatschen möchten die Zuhörer dem Musiker in der Regel mitteilen, dass ihnen das vorgetragene Stück oder ein Teil davon gefallen hat. Dies gilt auch beim Jazz. Immer wenn jemandem etwas gefallen hat, darf geklatscht und applaudiert werden.

In der Praxis heißt das, dass sich jeder Jazzmusiker freut, wenn zum Beispiel das Soli beendet ist. Je mehr geklatscht wird um so besser hat es den Zuhörern gefallen. Sollte dennoch einmal sich ein Patzer in das Soli eingeschlichen haben, freut sich der Musiker, wenn er für die Rettung des Fiaskos anhand von klatschen Anerkennung erhält.

Selbstverständlich darf bei einem Jazzkonzert auch mit geklatscht werden. Doch Vorsicht ist geboten. Je nach Titel ändert sich das Jazzstück in den “Off-Beat”. Das heißt, es wird nicht mehr auf die Eins und die Drei geklatscht, sondern auf Zwei und Vier. Kein Grund zur Panik! In der Regel lässt sich dies leicht bei den Schlagzeugen abschauen. Meist beginnt auch einer der Musiker im richtigen Tackt zu klatschen.

Reden und Zwischenrufe

In jeder Musikrichtung gibt es Traditionen. Beim Jazz sind es die Zwischenrufe. Diese können von Musikern selbst als auch aus dem Publikum kommen. Das Einzige worauf hierbei Wert gelegt wird ist, dass der Ton höflich bleibt.

Ein schlechtes Gewissen braucht auch kein Zuhörer bekommen, wenn sich dieser während des laufenden Jazzkonzertes mit dem Tisch- bzw. Sitznachbarn unterhält. Es hat sich in der Szene sogar inzwischen so eingespielt, dass diejenigen, die wegen der Musik gekommen sind, sich einen Platz in der Nähe der Musiker aussuchen. Diejenigen, die wegen der Stimmung und der Gesellschaft gekommen sind, sitzen meist von der Bühne aus weiter weg.